WhatsApp-Kanäle sind eine Funktion, die in WhatsApp integriert ist. In WhatsApp-Kanälen ist es nur Admins (also den Leitenden der Kanäle) erlaubt, Nachrichten zu senden. Andere Nutzende können die WhatsApp-Kanäle lediglich abonnieren und in Form von Emojis auf die Beiträge reagieren.
Anders als bei WhatsApp-Gruppen gibt es keine Obergrenze bei der Anzahl der Teilnehmenden. Follower bleiben anonym und auch die Nummer und das Profil des Admins bleiben verborgen. Jede*r Nutzende kann ganz einfach selbst einen oder mehrere WhatsApp-Kanäle erstellen – auffindbar sind diese dann für alle über einen Link, der geteilt wird oder über den „Entdecken“-Tab.
Das birgt allerdings das Risiko, dass Fremde auf den Kanal zugreifen – eine Gefahr, derer sich Kinder oft nicht bewusst sind, da sie WhatsApp als Plattform kennen, auf der sie mit Freunden und Bekannten interagieren. Die Fremden (oft Erwachsene) können dann persönliche Informationen wie den Wohnort oder den Schulweg über die Kinder herausfinden. Oder sie können mit anzüglichen Emojis auf Beiträge wie Sport- oder Tanzvideos reagieren und über Gruppen, die die Kinder mit der vermeintlich sicheren Kanal-Community gründen, mit ihnen in Kontakt treten.
Es gibt keinen bestimmten Zeitpunkt, zu dem Kinder alt genug sind, um WhatsApp zu nutzen. Es gibt allerdings einige Einstellungen und Hinweise, mit denen der Einstieg erleichtert werden kann. Zudem gibt es Vorgaben in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der App.
WhatsApp verlangt von Nutzenden, mindestens 13 Jahre alt zu sein. Die Nutzung ist dann allerdings grundsätzlich an die Zustimmung der Eltern oder Erziehungsberechtigten gebunden. Ohne die elterliche Zustimmung ist die Nutzung von WhatsApp nach den Nutzungsbedingungen der App erst ab 18 Jahren erlaubt.
Kürzlich hat Meta eine neue Funktion für WhatsApp angekündigt: Durch Eltern verwaltete Konten. Diese soll es Eltern ermöglichen, spezielle Konten für Kinder unter 13 Jahren einzurichten und umfassend zu steuern. Sie koppeln ihr Smartphone mit dem des Kindes, um Kontakte, Gruppenbeitritte und Fremdanfragen aktiv zu kontrollieren.
Diese Funktion soll aber erst in den kommenden Monaten nach und nach eingeführt werden. Bis alle Funktionen verfügbar sind und darüber hinaus finden Eltern alle wichtigen Anleitungen bei Medien Kindersicher.
Wichtig ist dabei: Technischer Jugendmedienschutz kann eine hilfreiche Ergänzung zu Gesprächen über Mediennutzung und einer vertrauensvollen Begleitung in der Medienerziehung sein, er kann jedoch nicht ausnahmslos sicher sein und sollte die Medienerziehung keinesfalls ersetzen.