Schneller und schlauer? Was hat es eigentlich mit den KI-Übersichten bei Suchmaschinen auf sich?

Die KI-Übersichten von Suchmaschinen und KI-Chatbots gehören zu den meistgenutzten Recherche-Tools. ZEBRA erklärt, was es dabei zu beachten gilt.
Lesedauer: 2 Minuten
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9. Juli 2026

Was ist die KI-Übersicht?

Die KI-Übersicht von Suchmaschinen befindet sich auf der Ergebnisseite, in der Regel oberhalb der Liste von Links. Sie besteht oft bereits aus vollständigen Sätzen, Stichpunkten und kann sogar Bilder enthalten. Dafür kombiniert die Suchmaschine die Inhalte der Suchergebnisse mit ihrem eigenen Sprachmodell, wie ein Chatbot also.

Was sind Zero-Click-Searches?

Von einer Zero-Click-Search (also wörtlich „Null-Klick-Suche“) spricht man, wenn Nutzende auf der Ergebnisseite der Suchmaschine keine Links anklicken, sondern die direkt sichtbaren Infos, bspw. aus den Beschreibungen der Seite oder auch einer KI-Übersicht, nutzen. Der Anteil der Suchanfragen, die auf diese Art enden, ist in den letzten Jahren konstant gestiegen und macht verschiedenen Quellen* zufolge über 60 Prozent aller Anfragen bei Suchmaschinen aus.



Überdurchschnittlich viele Zero-Click-Searches gibt es bei Menschen, die sich zu einem Thema informieren wollen – deutlich mehr als zum Beispiel bei Anfragen, die sich um Shopping oder Navigation drehen.

Was ist das Problem damit?

An sich ist das erst einmal kein Problem, schließlich kommen Nutzende schnell und mit geringem Aufwand an ihre Antwort. Zusätzlich ist diese leicht lesbar und sieht seriös aus. Die Suchmaschine gibt sogar Links an, aus denen die Informationen stammen sollen.

Allerdings kann es wie bei KI-Chatbots dazu kommen, dass die Künstliche Intelligenz der Suchmaschine mit veralteten Daten arbeitet, gefundene Informationen falsch interpretiert oder aus anderen Gründen falsche Informationen generiert. Zudem ist die genaue Herkunft der Informationen trotz Verlinkungen nicht immer ersichtlich. Diese führen zwar zu einer Website, zeigen dabei jedoch nicht, wo auf der Seite die jeweilige Information genau zu finden ist und in welchem Kontext sie steht. Das kann es schwer machen, zu entscheiden, ob eine Information glaubwürdig ist oder nicht.

Wie kann ich mein Kind dafür sensibilisieren?

Google und andere Suchmaschinen (68 %) sowie ChatGPT (39 %) werden laut JIM-Studie 2025 von Jugendlichen mehrfach pro Woche oder täglich als Recherche-Tools genutzt.

Wie bei vielen anderen Medienthemen gilt daher auch hier: Sei ein Vorbild! Als solches solltest du kritisch mit Informationen umgehen – auch, wenn diese nicht von einer KI kommen. Überprüfe also immer, wie vertrauenswürdig die Quelle ist, bevor du etwas glaubst oder teilst. Wenn du möchtest, kannst du auch Alternativen wie bspw. die NoAI-Suche von DuckDuckGo nutzen und für dein Kind einrichten. Bei manchen Suchmaschinen kannst du auch in den Einstellungen die KI-Übersicht deaktivieren.

Ermutige dein Kind außerdem, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen:

  • Bleibe im Gespräch und erkläre altersgerecht, dass sich unter den Informationen im Internet auch Falschinformationen befinden.
  • Schlage deinem Kind vor, auch mit Freunden darüber zu sprechen und im Alltag Fragen zu stellen wie „Woher weißt du das?“ oder “Wie hast du das recherchiert?“
  • Nutzt Hilfsangebote und Materialien, um Themen wie Suchmaschinen und Künstliche Intelligenz besser zu verstehen.

* Zero-Click Search Statistics 2026: Complete Data Guide; Zero-Click-Suchen 2026: Warum 65% nicht klicken

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