Die KI-Übersicht von Suchmaschinen befindet sich auf der Ergebnisseite, in der Regel oberhalb der Liste von Links. Sie besteht oft bereits aus vollständigen Sätzen, Stichpunkten und kann sogar Bilder enthalten. Dafür kombiniert die Suchmaschine die Inhalte der Suchergebnisse mit ihrem eigenen Sprachmodell, wie ein Chatbot also.
An sich ist das erst einmal kein Problem, schließlich kommen Nutzende schnell und mit geringem Aufwand an ihre Antwort. Zusätzlich ist diese leicht lesbar und sieht seriös aus. Die Suchmaschine gibt sogar Links an, aus denen die Informationen stammen sollen.
Allerdings kann es wie bei KI-Chatbots dazu kommen, dass die Künstliche Intelligenz der Suchmaschine mit veralteten Daten arbeitet, gefundene Informationen falsch interpretiert oder aus anderen Gründen falsche Informationen generiert. Zudem ist die genaue Herkunft der Informationen trotz Verlinkungen nicht immer ersichtlich. Diese führen zwar zu einer Website, zeigen dabei jedoch nicht, wo auf der Seite die jeweilige Information genau zu finden ist und in welchem Kontext sie steht. Das kann es schwer machen, zu entscheiden, ob eine Information glaubwürdig ist oder nicht.
Google und andere Suchmaschinen (68 %) sowie ChatGPT (39 %) werden laut JIM-Studie 2025 von Jugendlichen mehrfach pro Woche oder täglich als Recherche-Tools genutzt.
Wie bei vielen anderen Medienthemen gilt daher auch hier: Sei ein Vorbild! Als solches solltest du kritisch mit Informationen umgehen – auch, wenn diese nicht von einer KI kommen. Überprüfe also immer, wie vertrauenswürdig die Quelle ist, bevor du etwas glaubst oder teilst. Wenn du möchtest, kannst du auch Alternativen wie bspw. die NoAI-Suche von DuckDuckGo nutzen und für dein Kind einrichten. Bei manchen Suchmaschinen kannst du auch in den Einstellungen die KI-Übersicht deaktivieren.
* Zero-Click Search Statistics 2026: Complete Data Guide; Zero-Click-Suchen 2026: Warum 65% nicht klicken