Wenn dein Kind Falschnachrichten gesehen und geteilt hat, solltest du verständnisvoll damit umgehen, dein Kind über Desinformation altersgerecht aufklären und wenn möglich gemeinsam mit dem Kind die weitergeleitete Nachricht löschen oder richtigstellen.
Im Internet begegnen Nutzenden häufig bewusst falsche oder irreführende Informationen (auch Desinformation genannt). Kinder gehen häufig noch unkritisch und naiv mit Informationen um, weshalb es schnell passieren kann, dass sie Desinformation unbewusst weiterleiten. Doch was können Eltern dann tun?
Zunächst ist es wichtig, verständnisvoll mit der Situation und dem Geschehenen umzugehen. Einerseits hat das Kind wahrscheinlich nicht mit bösen Absichten gehandelt, andererseits ist es gut, wenn Kinder sich für gesellschaftliche oder politische Themen interessieren und online am Diskurs teilnehmen möchten.
Deshalb kann hier ein Gespräch auf Augenhöhe bereits helfen. Ein zentraler Punkt des Gesprächs kann die Sensibilisierung für die Frage sein, wem die jeweilige Nachricht eigentlich nützt und welches Ziel diese Person oder Personengruppe damit erreichen möchte. Hilfreiche Informationen dazu findest du auf unserer Website Aktion gegen Desinformation - Quelle vertrau mir.
Es ist außerdem wichtig, das grundsätzliche Engagement des Kindes wertzuschätzen. Zugleich solltest du jedoch auch die Problematik von Desinformation aufzeigen und herauszufinden, welche Informationen dein Kind geteilt hat und wo dies geschehen ist.
Im nächsten Schritt kannst du dann gemeinsam mit deinem Kind die jeweiligen Inhalte löschen. Das ist auf den meisten Plattformen oder auch in Messenger-Gruppen möglich. In jedem Fall schadet es nicht, auf dem gleichen Kanal eine Richtigstellung folgen zu lassen. Bei der Formulierung eine solchen Textes kannst du als Elternteil deinem Kind auch zur Seite stehen. Eine Nachricht in eine WhatsApp-Gruppe unter Kindern könnte beispielsweise wie folgt aussehen:
Hey Leute, erinnert ihr euch noch an das Bild, das ich euch letztens geschickt habe? Ich hab herausgefunden, dass das, was darauf stand, gar nicht stimmt! Falls es euch interessiert, schaut euch das hier mal an: [Bild, Link mit den korrekten Informationen aus einer vertrauenswürdigen Quelle].
Während der Austausch über eine solche Falschmeldung bereits eine lehrreiche Erfahrung sein kann, ist es wichtig, auch darüber hinaus die Medienkompetenz deines Kindes zu fördern.
Hier findest du einige Angebote: