Die Stimmen, die ein Social Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren fordern, sind derzeit lauter denn je. Es gibt auch eine Petition, die sich für die Durchsetzung einer entsprechenden Altersgrenze stark macht. In Australien gibt es beispielsweise seit 2024 bereits ein solches Gesetz. Bei Nicht-Einhaltung droht Plattformen dort eine hohe Geldstrafe. Aber ist das Ganze auch in Deutschland denkbar?
Bei Argumenten für ein Verbot steht häufig der Gedanke im Vordergrund, Kinder und Jugendliche zu schützen. Benannt werden dann Risiken, wie zum Beispiel:
Ein Gesetz könnte auch dabei helfen, die bestehenden Altersfreigaben von sozialen Medien verlässlicher durchzusetzen. Viele Plattformen haben nämlich jetzt schon ein Mindestalter von 16, oder mit Einverständnis der Eltern 13 Jahren. Die Altersangabe wird aber meistens nicht verifiziert.
Menschen haben grundsätzlich ein Recht auf digitale Teilhabe – auch Kinder und Jugendliche. Die UN-Kinderrechtskonvention stellt klar, dass auch Kinder Zugang zu digitalen Medien haben müssen. Und auch andere Punkte machen manche Personen skeptisch:
Vorerst: nichts. Es kommen zwar immer wieder derartige Forderungen auf, aber eine tatsächliche Umsetzung ist derzeit nicht in Sicht. Auch die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz äußert sich eher kritisch zu einem solchen Verbot. Ob es jemals zu der Einführung eines Verbotes kommt, lässt sich aktuell also nicht sagen. Bis dahin gilt es aber weiterhin, Kinder und Jugendliche in ihrem Nutzungsverhalten bestmöglich zu unterstützen und für Risiken zu sensibilisieren. Worauf man dabei achten kann und welche Themen besonders wichtig und aktuell sein können, erklärt ZEBRA in verschiedenen Themenwelten: Unsere Themenwelten | Frag-ZEBRA